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was erlaube Franz?

So oder so ähnlich dürfte man in den Reihen des BVB, in Anlehnung an Trappatonis berühmte Wutrede, gestern gedacht haben, als man die Halbzeitbilder von Franz Beckenbauer und dem Premiere-Pappkameraden Patrick Wasserziehr gesehen hat. Während im Hintergrund in Großbild zu sehen war, wie Kevin-Prince Boateng völlig unabsichtlich und mit nach vorne aufs Spielgeschehen gerichteten Blick auf den Oberschenkel von Miroslav Klose trat, schwadronierte man davor völlig ungehemmt über ein "abartiges" Foul, das am besten vor einem UN-Tribunal aufbewahrt ist.

Der Bayernpräsident ließ gar verlauten, dass er nicht wüsste, "was in dem Kopf eines solchen Spielers vorgeht". Oha, der Franz neuerdings als moralische Instanz Deutschlands. Also, der Boateng hat noch nie während einer Weihnachtsfeier mit der Sekretärin... ach, lassen wir das und halten einfach fest, dass bei ihm noch mehr kaiserliche Körperteile außer den Mundwinkeln übermäßig aktiv sind.

Abartig und widerlich waren gestern Abend jedenfalls nur eben jeder Beckenbauer und das Premiere-Ja-Sager-Duo Wasserziehr und Fritz von Thurn und Taxis. Der "Kaiser" darf sowieso alles sagen, egal welchen Unsinn er vom Stapel lässt. Aber während man bei anderen älteren Herren, die sich in Diskussionen nicht von der Meinung abbringen lassen, dass eine Abwehr ohne Libero nicht funktionieren kann, gütig lächelt und sich seinen Teil denkt, hat Beckenbauers Narrenfreiheit eine ganz andere Dimension erreicht. Bei ihm widerspricht man nicht nur nicht, man nickt einfach alles ab und stimmt lauthals mit ein. Vielleicht aus journalistischem Dilettantismus, vielleicht auch weil man zwischen dem FCB und Premiere noch aus alten Exklusivvertragszeiten ganz dicke miteinander ist.

So darf es dann auch nicht verwundern, dass man nicht müde wurde zu erwähnen, dass der DFB ja noch aktiv werden könne, da der Schiedsrichter den Tritt von Boateng nicht geahndet hat. Nur für den Fall, das ein Ankläger des Fußballverbands diese Szene versehentlich nicht mitbekommen hat. Noch weniger subtil wäre nur eine direkte Forderung einer Sperre, am besten lebenslänglich, gewesen. Auf die völlig abwegige Idee, dass Schiedsrichter Kempter das vermeidliche Foul gesehen, aber nicht als solches interpretiert hat, ist man in der Sendeanstalt offenbar nicht gekommen.

Dass der BVB in der 20. Minute einen Handelfmeter hätte bekommen müssen, das Bayern-Tor zum 1:1 dagegen Abseits von Ze Roberto war, das ignoriert Premiere. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn der FC Bayern nicht letzte Woche so lange lamentiert hätte, bis sich kein Schiedsrichter mehr traut, gegen sie zu pfeifen.

Diese Art von Hass bringe ich persönlich nur gegen zwei Vereine zustande, das ist auch eine Art Tradition. Auch das muss sich Hoppenheim erst verdienen. Obwohl sie auf einem guten Weg sind.

Grüße, ich.

9.2.09 21:52
 


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