le badehaubendealer
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ich muss dringend raus hier

...aus dieser Stadt... aus diesem Land... aus diesem Job... aus diesen langweiligen Klamotten... aus meinen alten Gewohnheiten... aus dieser verdammten Routine... aus den Wiederholungen der Wiederholungen... ewig die gleichen Gesichter... ewig die gleichen langweiligen Bauernpartys... alles grau in grau... was auch immer...

Ja, es ist Februar, und ich versuche, meine inneren Dämonen zu bekämpfen. Irgendwann sollte ich einfach abhauen... raus aus diesem Leben...

Grüße, ich.

22.2.09 21:22


das Böse siegt immer

Grüße, ich.

11.2.09 23:22


was erlaube Franz?

So oder so ähnlich dürfte man in den Reihen des BVB, in Anlehnung an Trappatonis berühmte Wutrede, gestern gedacht haben, als man die Halbzeitbilder von Franz Beckenbauer und dem Premiere-Pappkameraden Patrick Wasserziehr gesehen hat. Während im Hintergrund in Großbild zu sehen war, wie Kevin-Prince Boateng völlig unabsichtlich und mit nach vorne aufs Spielgeschehen gerichteten Blick auf den Oberschenkel von Miroslav Klose trat, schwadronierte man davor völlig ungehemmt über ein "abartiges" Foul, das am besten vor einem UN-Tribunal aufbewahrt ist.

Der Bayernpräsident ließ gar verlauten, dass er nicht wüsste, "was in dem Kopf eines solchen Spielers vorgeht". Oha, der Franz neuerdings als moralische Instanz Deutschlands. Also, der Boateng hat noch nie während einer Weihnachtsfeier mit der Sekretärin... ach, lassen wir das und halten einfach fest, dass bei ihm noch mehr kaiserliche Körperteile außer den Mundwinkeln übermäßig aktiv sind.

Abartig und widerlich waren gestern Abend jedenfalls nur eben jeder Beckenbauer und das Premiere-Ja-Sager-Duo Wasserziehr und Fritz von Thurn und Taxis. Der "Kaiser" darf sowieso alles sagen, egal welchen Unsinn er vom Stapel lässt. Aber während man bei anderen älteren Herren, die sich in Diskussionen nicht von der Meinung abbringen lassen, dass eine Abwehr ohne Libero nicht funktionieren kann, gütig lächelt und sich seinen Teil denkt, hat Beckenbauers Narrenfreiheit eine ganz andere Dimension erreicht. Bei ihm widerspricht man nicht nur nicht, man nickt einfach alles ab und stimmt lauthals mit ein. Vielleicht aus journalistischem Dilettantismus, vielleicht auch weil man zwischen dem FCB und Premiere noch aus alten Exklusivvertragszeiten ganz dicke miteinander ist.

So darf es dann auch nicht verwundern, dass man nicht müde wurde zu erwähnen, dass der DFB ja noch aktiv werden könne, da der Schiedsrichter den Tritt von Boateng nicht geahndet hat. Nur für den Fall, das ein Ankläger des Fußballverbands diese Szene versehentlich nicht mitbekommen hat. Noch weniger subtil wäre nur eine direkte Forderung einer Sperre, am besten lebenslänglich, gewesen. Auf die völlig abwegige Idee, dass Schiedsrichter Kempter das vermeidliche Foul gesehen, aber nicht als solches interpretiert hat, ist man in der Sendeanstalt offenbar nicht gekommen.

Dass der BVB in der 20. Minute einen Handelfmeter hätte bekommen müssen, das Bayern-Tor zum 1:1 dagegen Abseits von Ze Roberto war, das ignoriert Premiere. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn der FC Bayern nicht letzte Woche so lange lamentiert hätte, bis sich kein Schiedsrichter mehr traut, gegen sie zu pfeifen.

Diese Art von Hass bringe ich persönlich nur gegen zwei Vereine zustande, das ist auch eine Art Tradition. Auch das muss sich Hoppenheim erst verdienen. Obwohl sie auf einem guten Weg sind.

Grüße, ich.

9.2.09 21:52


je höher der Absatz, desto kürzer der Hauptsatz

Frauen in Sneakers sind irgendwie lockerer. Während man von so einer wackeligen Bachstelze mit 50 cm-Absätzen alle Bösartigkeiten der Welt an den Kopf geballert bekommt, nur weil man die Abkürzung über das Kopfsteinpflaster nehmen will, läuft die beturnschuhte Frau ohne Probleme neben einem her. Welche Berechtigung haben dann bitteschön diese High-Heels noch?  

Ich vermute ja, dass die Orthopädie-Lobby dahintersteckt! Wenn die Frauen sich nicht mehr bei der harten Arbeit auf dem Kartoffelacker den Körper demolieren, dann aber mit hohen Schuhen und daraus resultierenden Halteschäden! Oder dienen diese Absätze einfach nur dazu den Geist in andere Sphären zu heben?

Werde ein Teil der Bewegung! High-Heels zu Turnschuhen!

Grüße, ich.

8.2.09 23:04


das Fußballjahr 2009

Ein kleiner Ausblick, was im Jahr 2009 geschehen könnte, vielleicht sollte, vielleicht aber auch nicht.

Januar:
Lukas Podolski unterschreibt in Köln einen Rentenvertrag. Sein Handgeld besteht aus Anteilsscheinen an anderen Spielern des 1. FC Köln. Auf Nachfrage bezeichnet Kölns Manager Meier dies als „ganz normalen Vorgang".
Jürgen Klinsmann stößt mit seiner Maßnahme, zum Trainingslager in ganz Dubai kleine Buddha-Statuen aufstellen zu wollen, auf wenig Gegenliebe. Die Scheichs konnten die notwendigen Baumaßnahmen mit ihren klammen Geldbeuteln nicht finanzieren. Über religiöse Aspekte wurde nicht gesprochen.
Die blaue Rumpeltruppe absolviert ihr Trainingslager vormittags auf einem Ascheplatz in Oer-Erkenschwick und nachmittags in den ansässigen Sonnenstudios. Andreas Müller: „Nein, es hat nicht mit unserer finanziellen Situation zu tun, dass wir auf gefrorenem Rasen trainieren. Wir wollten lediglich die Nähe zu unseren Fans suchen. Gazprom ist ein großer Konzern und toller Partner." Willi Wittke deckt bei einer Recherche-Reise in die Ukraine auf: Gazprom kann seine Sponsorengelder nur noch mit heimlichen Gaslieferungen nach Gelsenkirchen zahlen. 

Februar:
Die TSG Hoffenheim präsentiert Cristiano Ronaldo als Neuzugang und Ersatz für Ibisevic. Die Ablösesumme in Höhe von 3 Millionen SAP-Anteilsscheinen bestreitet Dietmar Hopp aus eigener Tasche, beteuert jedoch, dass der Verein ihn jederzeit aus eigener Tasche hätte finanzieren können. Ralf Rangnick: „Cristiano passt gut in unser System, ist noch jung und formbar und er passt in unser Gehaltsgefüge.". Auf kritische Nachfrage erklärt Dietmar Hopp zerknirscht, lediglich Ronaldos Gehalt pro Woche passe in das Gehaltsgefüge. Daraufhin lässt er den kritischen Journalisten in einem Kerker in Sinsheim einschließen und ihm eine eiserne Maske anlegen. 
Der sympathische Gelsenfkirchener Vorortverein wird ein weiteres Mal bei einem Derby gedemütigt. Zu Hause führen sie zur Halbzeit mit 6:1 gegen acht Dortmunder. Die roten Karten für Boateng, Zidan und Tinga für grob unsportliches Verhalten bekommen sie bereits vor Anpfiff. Als in der Heimkurve das Gelbe-Wand-Banner präsentiert wird, stürmen die drei über den Platz und holen sich das Banner. In der folgenden Rangelei mit Asamoah und dem Maskottchen der Blauen beweisen Boateng und Zidan Streetfighter-Qualitäten, während Tinga das Banner zur Auswärtskurve trägt. In der 78. Minute wird Alex Frei eingewechselt und schießt Borussia mit einem doppelten Hattrick zum Derbysieg. Ein Dortmunder Fan nach dem Spiel: „Das war die Mutter aller Derbies... irgendwie hat so ein Derby schon ziemlich viele Mütter". Die Fans errichten für Tinga, Zidan und Boateng ein Messing-Denkmal auf dem Borsigplatz.

März:
Bei Werder Bremen brennt der Baum. Diego erwischt Claudio Pizarro und Sarah Connor in flagranti. Thomas Schaaf: „Ich weiß nicht, warum sie sich alle so aufregen. Wir Friesen klären das, indem wir den Nebenbuhler über Nacht spurlos im Sumpf verschwinden lassen". Manager Allofs beschwert sich bei Schaaf, dass die Spieler doch das Kapital des Clubs seien und somit in Zukunft wieder miteinander klarkommen müssten. Das Tischtuch zwischen Trainer und Manager scheint zerschnitten. Otto Rehhagel wird nach neun Niederlagen in Folge bei den Griechen entlassen. Seine Statue wirft ein griechischer Hubschrauber über dem türkischen Teil von Zypern ab und trifft eine UNO-Zentrale. Otto Rehhagel dazu: „Das kommt davon, wenn man zu junge Piloten einsetzt." Kontakte zu Werder dementiert Rehhagel, als er betrunken Arm in Arm mit Allofs aus einer Hafenspelunke in Bremerhaven torkelt.

April:
Mohamed Zidan und Kevin-Prince Boateng sorgen mit ihrem wöchentlichen Erscheinen für Angstzustände beim örtlichen Lamborghini-Händler. Noch liegt Mohamed mit zwei Lamborghini vorne, doch Kevin-Prince kann auf 11:13 verkürzen. Die Wirtschaftskrise macht sich lediglich dadurch bemerkbar, dass Borussias Vorzeigeprofis wieder im Jugendinternat wohnen.
Markus Babbel installiert sich aufgrund der haarsträubenden Abwehrfehler in den letzten Spielen selbst als Abwehrchef. Horst Heldt lässt er auf rechts außen verteidigen. Der Jugendwahn ist auch beim VfB Stuttgart Vergangenheit. Jens Lehmann zieht nach Dubai auf die Palmeninsel und kommt nun immer mit dem eigenen Airbus A-320 aus dem Emirat zum Training eingeflogen.
Neuerding fliegt Lukas Podolski die tägliche Strecke Bergheim-München mit einem Helikopter, den er gebraucht von Jens Lehmann erstanden hat. Er hat sich in weiser Voraussicht wieder bei Mutti eingemietet. Zu Hause ist es immer noch am schönsten!

Mai:
Hoffenheim rutscht am letzten Spieltag aus den UEFA-Cup-Rängen. Die Fans und ihre blaue Wand kehren dem Verein den Rücken und Dietmar Hopp verkündet nach dem Spiel: „Das Thema Hoffenheim ist für mich durch. Ich habe mir einen neuen Verein gesucht: Den SV Niederauerbach. Bei diesem Verein habe ich einst drei Monate gespielt und versuche nun mit dem gleichen Herzblut, auch diesen Verein zum Meistertitel zu führen." Er nimmt Ralf Rangnick und Cristiano Ronaldo mit. Ronaldo hat eine klitzekleine Klausel in seinem Vertrag übersehen. Dort steht: „Diese vertragliche Vereinbarung gilt nicht für die zweite Liga". Von der fünften Liga ist dort nicht die Rede. Der kritische Journalist aus dem Kerker in Sinsheim wird freigelassen. Es ist Rolf Töpperwien. Daraufhin fordern der deutsche Blätterwald und viele Fernsehzuschauer: „Sperrt ihn wieder ein!".
Bayer Leverkusen wird .... Trommelwirbel .... Zweiter. Bruno Labbadia gewinnt den Preis „schönster Haarschopf" in der Kategorie „glänzend" knapp vor Kevin Kuranyi und Michael Zorc. Tim Wiese wird Vierter, wie auch einen Monat später in Jogi seinem WM-Kader für 2010.
Der FC Bayern wird Deutscher Meister, was die Spieler ausgiebig mit einmaligem Zuprosten beim Lieblingsitaliener feiern. Die Fans pfeifen ihre Mannschaft aus, weil sie am letzten Spieltag nur 1:1 gegen den VfB Stuttgart spielt. So geht die Übergabe der Meisterschale in einem gellenden Pfeifkonzert des Operettenpublikums unter. Lothar Matthäus ist verwirrt und glaubt, die Pfiffe gelten ihm und seiner neuen 16jährigen Verlobten.
Rolf Töpperwien kommentiert das Pokalfinale, eine Neuauflage des Vorjahresduells. Das Problem: Da bei der Liveübertragung die Hälfte des Bildes immer mit seinem Konterfei gefüllt ist, verpasst der Fernsehzuschauer die drei Tore der Schwarzgelben. Wütende Anrufe in der ZDF-Zentrale zeigen Wirkung. In der zweiten Hälfte wird der Netradio-Kommentar von Borussia Dortmund eingeblendet. Rolf Töpperwien übergießt sich im Presseraum mit Berliner Weiße und versucht sich anzuzünden.

Juni:
Um die fehlenden drei Millionen Euro für den Podolski-Transfer zu bekommen, versucht Michael Meier alles. Bei einem extra anberaumten Freundschaftsspiel verlieren sich 5.000 Zuschauer ins Müngersdorfer Stadion. Meier: „Wir hätten im Vorverkauf 100.000 Karten verkaufen können. Leider konnten wir wegen der hohen Anzahlung an den FC Bayern das Gehalt des Geschäftsstellenmitarbeiters im Ticketing nicht mehr bestreiten.". Die Gaffel-Brauerei stellt daraufhin die fehlenden 2,8 Millionen bereit und erhält dafür von Meier die Namensrechte an Lukas Podolski. Der muss sich nun mit dem neuen Namen Lukas G. Podolski anfreunden.
Joachim Löw, seines Zeichens Schalträger der Jahre 1990 bis 2009, verkündet den vorläufigen WM-Kader. Erste Überraschung: Otto Rehhagel wird sein neuer Co-Trainer. Unter den Nominierten findet sich ebenfalls manche Überraschung. Neben Karl-Heinz Riedle werden unter anderem Horst Hrubesch, Rudi Völler, Andi Brehme und Bodo Illgner nominiert. Rehhagel dementiert, Einfluss auf die Nominierungen genommen zu haben.
Der SV Niederauerbach steigt in die Bundesliga auf. Dietmar Hopp nimmt kein Blatt mehr vor den Mund: „L'etat c'est moi - Der Etat ist mein! Und wenn mir jetzt hier einer von Ihnen dumm kommt, dann endet er wie der Töpperwien!" Die Journalistenschar verdrückt sich leise murmelnd aus dem Container, der gleichzeitig Internat, Umkleide und Pressezentrum von Niederauerbach ist. SAP gibt eine Gewinnwarnung heraus.

Juli: 
Es ist Sommerpause. Lukas G. Podolski berichtet dem Kölner Express freudestrahlend: „Isch wollte schon immer wie eine Brauerei heißen". Auf die Frage, ob Michael Meier ihn mit der Aktion nicht bevormundet habe, erwidert Podolski: „Wat heiss hier bevormundet? Isch mach de Tore für et Eff Zeh unden Rest musse Mischa machen!". Gaffel springt ob gewaltiger Absatzprobleme in Mönchengladbach ab und wird in letzter Minute durch eine Bürgschaft von Beate Uhse ersetzt. Die Namensrechte wandern ebenso an das Erotikimperium. Schon bald erscheinen die ersten Erotik-Artikel mit Podolskis Konterfei. Erotikfilme für die Nischen, wie „Hau den Lukas" oder „Lulu auf Lukas" kommen auf den Markt. Bergheim ist stolz auf seinen Ehrenbürger.
Martin Kind wird das spießige Hannover 96 leid und kauft sich den FC Chelsea zum symbolischen Betrag von einem Rubel. Er übernimmt damit einen Schuldenberg von ca. 3,2 Milliarden Euro und eine vollkommen zerrüttete Kickertruppe um Michael Ballack unter einem desillusionierten Felipe Scolari.

August:
Lukas-Beate Podolski-Uhse ersteht mehr als 50 Prozent an seinen Sturmkollegen Novakovic und Vucicevic und lässt bei ihnen vertraglich fixieren, dass im Sturm ab sofort nur noch ein Stammplatz zur Verfügung steht. Das Kartellamt schaltet sich ein, weil es eine Monopol-Stellung von Gaffel im Kölner Sturm befürchtet. G. Novakovic und G. Vucicevic sind sich keiner Schuld bewusst.
Der neue Manager des FC Bayern heißt: Lothar Matthäus. Als erste Amtshandlung entlässt er am zweiten Spieltag Jürgen Klinsmann. Dieser hatte die ersten beiden Spiele gegen Werder Bremen und Hoffenheim jeweils mit 4:0 gewonnen. Matthäus: „Jürgen Klinsmann erreicht die Mannschaft nicht mehr. Das schwächste Glied in einem Team ist nunmal der Trainer. Gerade wenn es so gut läuft." Neuer Trainer wird Bernd Trautmann, den Matthäus bei seiner Trainertätigkeit in Sambia kennen- und schätzen gelernt hat. Trautmann belegt an der Volkshochschule in München einen Kurs: „Deutsch für Ausgewanderte".

September:
In Gelsenkirchen werden sämtliche Geschäftsstellenmitarbeiter gefeuert und durch russische Zwangsarbeiter ersetzt. Der Trainerstab und die Mannschaft werden ebenfalls ersetzt. Ein etwas älterer Fan der Blauen sagt nach drei Spielen unter dem neuen Trainer Oberst Rutski: „Endlich herrscht hier wieder Zucht und Ordnung. Ich finde diese standrechtlichen Erschießungen beim Training einfach erfrischend". Nach dem Interview eilt Rolf Rojek wieder zu seiner Flak. 
Borussia Mönchengladbach feuert Trainer Meyer, nachdem dieser zehn Spiele in Folge verloren hat. Meyer tritt nach: „Jetzt ist Mönchengladbach wieder so spießig und langweilig wie eh und je. Darauf erstmal nen Rotkäppchen-Sekt".

Oktober:
Der 1. FC A. Roth stellt seinen neuen Trainer vor. Es ist Hans Meyer. Am österreichischen Nationalfeiertag übernimmt Toni Polster das Traineramt beim 1. FC Köln. Christoph Daum wird Opfer der Kölsch-Affäre. Was früher die Drogen waren, ist heute das Kölsch. Enge Vertraute raten ihm - seiner Gesundheit zuliebe - wieder auf die Drogen umzusteigen. An einem Kölner Institut finden Wissenschaftler in Daums Haarproben erhebliche Rückstände von Kölsch, Rasenkalk und Düngemittel.
In der laufenden Bundesliga-Saison steigt das Abstiegsduell Hoffenheim gegen Niederauerbach vor 85 zahlenden Zuschauern in der SAP-Arena. Ein Fan von Hoffenheim hält ein Transparent mit dem Titel „Hopp Hopp Hopp, Kugel in den Kopp!" hoch, ein anderer „Hassel the Hopp!" und wird darauf von Hopps Schutzsta .... äh .... truppe festgesetzt. Beiden Vereinen werden wegen Nichterfüllung der Lizenzierungsbedingungen 40 Punkte abgezogen.

November:
Der S04 wird verstaatlicht. Jedoch nicht in Deutschland sondern in Russland. Die DFL ist verzweifelt darum bemüht, dass Staatsunternehmen nicht in der Bundesliga antreten dürfen. Auf einer außerordentlichen DFL-Tagung wird die Klausel nach einer flammenden Rede von Reinhard Rauball durchgebracht. Rauball: „Erst steht dieser Kind vor der Tür und jetzt auch noch der Russe. So weit wollten wir es nie nie wieder kommen lassen!" Der S04 muss fortan in der russischen Liga antreten. Zum ersten Auswärtsspiel nach Wladikawkas fliegen Sie mit einer guten alten Tupolev der russischen Armee. Rolf Rojek ist als Fanbeauftragter für die Board-Flak zuständig.

Dezember:
Borussia Dortmund wird 100 Jahre alt. Geschenke aus allen Teilen des Landes trudeln ein. Thomas Schaaf schickt einen Eimer mit echtem Moor aus Friesland. Auf dem Grußkärtchen steht: „Falls mal wieder der Hennecke oder der Röckenhaus zu neugierig werden.". Lothar Matthäus schickt eine Autogrammkarte von sich selbst für das Borusseum mit dem herzlichen Gruß „You can say you to me". Jürgen Klinsmann schickt aus Florida einen kleinen Buddha und wünscht sich, dass Jürgen Klopp ihn doch bitte auf dem Trainingsgelände aufstellen möge. Lukas-Beathe Podolski-Uhse schickt ein Potpourri seiner neuen Serie. Daraufhin lässt Christian Wörns freundlich anfragen, ob er etwas von dem Geschenk abbekommen könne. Er habe schließlich selbst als bester Innenverteidiger der Welt immer zu seiner Liebe Borussia Dortmund gestanden. Aus Niederauerbach kommt ein schweres Bündel SAP-Wertpapiere, die jedoch aufgrund ihrer Wertlosigkeit bereits in der Poststelle aussortiert werden. Der VfB Stuttgart schickt 100 Kilogramm Maultaschen verbunden mit dem Wunsch, man möge sie bei Zimmertemperatur aufbewahren und einen Tag vor dem nächsten Duell in der Bundesliga zu sich nehmen. Borussia Mönchengladbach schickt nichts. Dafür schickt jedoch der Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach sein Verdienstkreuz aus dem zweiten Weltkrieg und gesteht seine ewige Liebe zum Stadteil Rheydt. Hans Meyer schickt eine Flasche Rotkäppchen-Sekt und tritt verbal noch einmal gegen seinen alten Arbeitgeber nach: „Es gibt nur eine Borussia".
Michael Meier referiert im Trikot seines neuen Vereins, des Hamburger Sportvereins, vor 100 Bankenchefs in New York darüber, wie man Unternehmen mit riesigem Potential und einer langen Tradition beinahe zugrunde richtet und somit für einen Neuanfang fit macht. Sein Motto: „Erst Planieren, dann sanieren". In Managerkreisen wird er als Messias gefeiert. Allerdings dürfte er in Hamburg auf ein unüberwindbares Hindernis treffen: Die Ecken der Arena sind bereits ausgebaut.

gefunden auf schwatzgelb.de

Grüße, ich.

22.1.09 09:17


lay your weary head to rest...

Ich habe gestern völlig vergessen zu erwähnen, dass ich eine gute Tat getan habe: Ich habe jemandem auf dem Cityring geholfen, sein Auto (vermutlich war der Tank leer) von der Straße weg- und auf den Bürgersteig zu schrieben. Ich erwähne, das, weil ich weiß, dass gute Taten belohnt werden - zumindest solange man das nicht erwähnt. Und ich habe es im Moment definitiv nicht verdient, für irgendwas belohnt zu werden, daher hoffe ich, dass das jetzt ausbleibt.

Und nun, genug Selbstmitleid, hier ist Kansas.

... don't you cry no more.

Grüße, ich.

21.1.09 12:15


Obama

Neuer US-Präsident, und alle finden es toll. Selbst im studiVZ, seines Zeichens Leitmedium in Sachen Coolness, hat beschlossen, dass man heute mal Politik mögen darf. Ist das nicht schön?

Durchatmen. Füße ruhig halten. Hysterie beenden. Noch hat er nichts geleistet. Noch hat er nichts getan außer etwas reden.

Klar, er gilt als Erlöser, aber ein Namensvetter von ihm gilt im Nahen Osten ebenfalls als Erlöser - und der redet auch nur, macht selber auch nix. Übrigens: Wenn Osama wirklich glaubt, dass im Himmel das Paradies auf Märtyrer wartet, wieso sprengt er sich nicht selbst in die Luft?

Fazit: Je dümmer, desto leichter zu beeinflussen. In diesem Sinne: Heute darf man Politik mögen.

So, und nun zu etwas völlig anderem: Aggression. Meine, um präzise zu sein. Habe ich in der letzten Zeit mal erwähnt, dass ich ein Arschloch bin? Also... klar, das merkt jeder Leser meines Blogs nach zwei Einträgen, aber habe ich es mal selbst von mir behauptet? Nicht dass ich wüsste. Wird mal wieder Zeit. Verdammte Axt, ich hätte Lust, was zu Brei zu schlagen, so sehr bin ich sauer auf mich. Und auf die Welt. Und auf alle anderen. Kotzen. So, durchatmen, erstmal ein gewalttätiges Bild ergooglen. Ergoogeln ... suchen.

So, reicht. Ich geh mich abreagieren. Zum Schluss noch ein anderes Bild, das ich gerade gefunden habe:

Grüße, ich.

PS: In my next life, I'll be a motherfucking god, or some shitty weed - fuck, anything that just doesn't give a crap.

20.1.09 22:07


zum Wahlergebnis

Ich war heute in der Uni von Roten umgeben, vorsichtig gesagt.

"Wer mit 20 nicht links wählt, hat kein Herz. Wer es mit 40 noch tut, hat kein Hirn." (unbekannter Autor)

Na, der Eintrag fängt ja schonmal gut an, ich spüre fast den Hass, der sich nach diesem Zitat aufgebaut hat. Okay, nun also zum eigentlichen Thema: Das Wahlergebnis. In etwa so wie erwartet, die SPD etwas schlechter, die FDP etwas besser als vermutet.

Man sollte dieses Wahlergebnis nicht überbewerten. Vor allem die SPD sollte dies nicht tun. Ich sehe sie auf Bundesebene nicht so niedrig, sondern durchaus 5-10% höher, was aber auch nicht viel ist. Die CDU dürfte ungefähr so auf den Niveau liegen, vielleicht etwas höher. Die Grünen dagegen haben von der SPD profitiert, viele, die normalerweise SPD wählen, sind wohl zu den Grünen "übergelaufen". Vermutlich liegen die auf Bundesebene etwa 5% niedriger. Und die FDP auch, was hauptsächlich daran liegt, dass sie eine Partei ist, die bevorzugt vom gehobenen Mittelstand und den Eliten gewählt wird - und solche Strukturen fehlen im Osten, das zieht das Ergebnis nach unten. Die Linkspartei dürfte auf Bundesebene besser dastehen, so etwa 2-3% mehr.

Ergo: Nicht überbewerten. Die harten SPD-Verluste stammen hauptsächlich aus dem miserablen letzten Jahr. Es geht garnicht darum, dass sie es nicht geschafft haben, eine Regierung zu bilden, sondern darum, dass sie es mit den Linken versucht haben, obwohl sie es vor der Wahl ausgeschlossen haben. Das scheint nur niemand außerhalb Hessens zu verstehen.

"Hessen verstehen kann nur derjenige und auch nur diejenige, die die ethnische Sondersituation Hessens kennen. Die Hessen sind umzingelt von lauter Deutschen, haben keinen Zugang zum Meer, zu den Alpen und zum Ausland und daher keinen direkten Kontakt zur Freiheit." (Matthias Beltz)

Dieser direkte Kontakt zur Freiheit wurde in der FDP gesucht. Auch das sollte man nicht überbewerten, die FDP regiert nicht mit, und profitiert somit automatisch bei Wahlen. Überhaupt haben SPD und CDU vermutlich auch deshalb so wenig Stimmen erhalten, weil sie die Regierung in Berlin stellen.

Ergo: Nicht überbewerten.

Aber bitte auch nicht unterbewerten.

Die Wahl hat einen Trend gezeigt, der schon seit 15, 20 Jahren sichtbar ist: Die großen Parteien SPD und CDU verlieren konstant an Stimmen, die kleinen Parteien FDP, Grüne und mittlerweile auch die Linke gewinnen konstant. Wenn man die Öko-Komponente und die Wirtschaftskompetenz weglässt, gibt es zwischen FDP und Grünen übrigens längst nicht so große Unterschiede, wie man vermuten würde: Beide setzen sich für Bürgerrechte ein, weniger Staat, Toleranz, Multikulti, alles eigentlich liberale Grundsätze. Daraus jetzt aber abzuleiten, dass unsere Gesellschaft liberaler wird, wäre eine Überbewertung des Ergebnisses.

Aber bitte nicht unterbewerten. Die Wahl hat klar gezeigt, was die Bevölkerung davon hält, im Wahlkampf belogen zu werden. Die Ausgangslage für die Bundestagswahl ist also interessant, ich erinnere mich an eine Aussage der SPD vor der letzten Bundestagswahl, sie wolle die Mehrwertsteuer nicht erhöhen. Und dann ist da natürlich noch die leidliche Linkspartei, ohne die die SPD wohl keine Regierung mehr zustande bekommt, die nicht CDU oder FDP beinhält. Dies sollte ebenfalls nicht unterbewertet werden: Rot-grün scheint beendet.

Oh, wo ich es gerade von Lügnern hatte, die Grünen haben ja viel zu wenig ihr Fett abbekommen. Kriegsgegner wollen sie sein, Liebe und Frieden für die Welt. Ich erinnere an den Kosovokrieg 1999, den Afghanistankrieg seit 2001 und den Irakkrieg 2003. Irak? Ja, Irak, der BND hat da fröhlich mitgemischt.

"Hesse sein heißt: Gefährlich leben wollen zu müssen." (Matthias Beltz)

Grüße, ich.

19.1.09 21:33


die demokratische Bürgerpflicht

Auf, Leute, geht wählen, wenn ihr das nicht eh schon getan habt.

Nun denn, hier ein paar Links:

offizielle Wahlseite

Übersicht der Wahlkreisergebnisse

Meine Prognose ist übrigens wie folgt (die Werte sind ungefähre Werte): CDU 40%, SPD 25%, FDP 15%, Grüne 15%, Linke 5%.

Dieser Eintrag wird sicher noch aktualisiert. Ich.

Update, 14:34: Die SPD hat gerade das ungeschriebene Gesetz gebrochen, dass am Wahltag kein Wahlkampf mehr geführt wird - gerade ist ein VW-Bus bei mir an der Wohnung vorbeigefahren, der per Lautsprecher und Plakaten auf den Autowänden auf TSG aufmerksam gemacht hat.

Update, 18:02: Meine Prognose war wohl richtig.

Update, 19:07: alle Wahlkreisergebnisse

18.1.09 13:38


Feuer aus allen Rohren

Also dann, auf geht es. Morgen wählt Hessen einen neuen Landtag, und mal wieder geht es um einiges. Der hessische Landtag gilt ja seit Jahrzehnten als der härteste und asozialste Deutschlands, dass das stimmt, hat uns das letzte Jahr gezeigt.

Die Lügner der Hessen-SPD gegen die Arschlöcher der Hessen-CDU.

Fangen wir mal mit "TSG" an, Thorsten Schäfer-Gümbel. Keine Kanten, kein Profil, weichgespült wie die meisten Politiker. Als Lieblingsmusik gibt er übrigens "Xavier Naidoo" an, politische Orientierung ist laut studiVZ (ja, da ist der drin, das allein ist schon lustig): links. Wie heißt es so schön, die SPD ist eine Partei, die sich dreimal nach links dreht und sich dann wundert, dass sie rechts ankommt.

Übrigens: Kein Wahlkampf mehr ohne Youtube, das hat uns Obama gezeigt. Logischerweise ist diese Obama-Inszenierung von TSG längst durch den Dreck gezogen worden:

Müßig zu erwähnen, dass der Poster des Videos kein SPD-Freund ist, sondern vermutlich so ein Arschloch wie Friedman. Friedman? Ja, nächstes Video.

8x4? Danke, lieber TSG, Du baust unser Schulsystem wieder auf.

So, kommen wir zu Koch. Der hat seine ausländerfeindlichen Parolen dieses Jahr weggelassen, der sitzt eigentlich nur da und hofft, dass sich die SPD gegenseitig zerfleischt. Klappt ganz gut, der Wähler hat schon fast vergessen, was der Koch in den letzten Jahren so alles falsch gemacht hat, während er regiert hat. Mal ehrlich, ich habe jetzt keine Lust zu schreiben, wie scheiße Koch ist, das sollte jeder selbst wissen.

Und nein, ich werde nicht sagen "wählt diese oder jene Partei". Ich werde auch nicht sagen "ich habe das und das gewählt" (ja, ich habe schon gewählt, Briefwahl) - diejenigen, die mich kennen, wissen eh, was ich wähle, den Rest geht es nichts an.

Ich sage nur: Geht morgen wählen. Nicht wählen hilft den falschen, und auch wenn diese Wahl so aussieht, als könne man zwischen einer Kotstulle und einem Rieseneinlauf wählen - so ist doch jede Wahl. Immernoch besser als der braune Sumpf, oder die Altkommunisten.

Also, denkt gut nach, wen ihr wählen wollt, und macht morgen brav euer Kreuz.

Grüße, ich.

Update: Na gut, eigentlich möchte ich doch mehr tun als nur die Hessen-SPD als Lügner zu beschimpfen. Eigentlich will ich auch ein paar Dinge zu Koch sagen: Verfassungsbruch (Studiengebühren), Flughafenausbau, Bildungssystem, Spendenaffäre, Kopftuchverbot. Und Youtube.

17.1.09 11:00


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